Kira

Das Foto oben zeigt Kira. Ihre Mutter schreibt:

"Kira wurde nach einer komplizierten Schwangerschaft im Juni 1999 als zweites Kind geboren. Ihre Entwicklung war ab dritten Lebensmonat schon auffällig. Sie trank schlecht, nahm wenig zu und lag einfach nur ruhig in ihrem Bettchen. Sie hatte wenig Kraft in den Muskeln und konnte nicht einmal ihr Köpfchen selbstständig heben oder halten. Schon ab Oktober suchten wir nach einer Erklärung für ihre Probleme. Im November wurde Kira das erste Mal in einer Klinik vorgestellt. Dort wurde sie mit diversen Fehldiagnosen wieder entlassen, und die Ungewissheit blieb."

Kira entwickelte sich langsam. Erst mit 11 Monaten konnte sie frei sitzen, mit 13 Monaten krabbeln, mit 2 Jahren allein stehen und erst mit über zweieinhalb Jahren allein laufen. Im November 2002 stürzte Kira, und es wurde ein Röntgenbild gemacht. Daraufhin wurde erstmals ein gezielter Diagnoseversuch durch unsere damalige Kinderärztin unternommen, so dass im Februar 2003 schließlich die Diagnose vorlag.

Im Juli 2003 wurde Kira in der Uniklinik Würzburg vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt bestand eine vorzeitige Verknöcherung der Schädelnähte, welche zu einer Hirndrucksteigerung führte. Deshalb erfolgte umgehend eine Operation, in der die Knochennähte getrennt und ihr Schädel neu aufgebaut wurde, damit ihr Gehirn wieder Platz zum Wachsen hatte.

Kira fehlen die oberen und unteren Schneidezähne. Sie ist momentan 1,05 m groß und wiegt ca.15 kg. Sie braucht eine Brille, da durch den erhöhten Hirndruck der Sehnerv auf dem rechten Auge geschädigt wurde. Beim Laufen ermüdet sie schnell, für längere Gehstrecken kommt ein Rehabuggy zum Einsatz. Zusätzlich leidet Kira unter einer Nierenverkalkung, X-Beinen und chronischer Bronchitis durch eine Brustkorbdeformierung. Schon in ihrem jungen Alter besitzt Kira einen Schwerbehindertenausweis mit 80%

Trotz all ihrer Probleme ist sie ein zierliches, aber fröhliches Mädchen mit einem starken Charakter und erstaunlich vielen Freunden. Kira besucht die erste Klasse der Grundschule, zuvor war sie in einem Regelkindergarten mit Einzelintegration. Sie ist das Nesthäkchen in unserer Familie, auf das wir besonders gut aufpassen.

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